Combuco

September 24th, 2008

Hallo zusammen,

ich bin’s schon wieder. Ich kann gerade nicht in’s Wasser (warum, dazu später) also schreib ich Euch, was wir hier in Combuco bisher erlebt haben.

Ich hatte mir für Combuco vorab eine Unterkunft ausgeguckt, das Combuco-Guesthouse. Mit der Adresse bewaffnet haben wir uns vor 5 Tagen dann vom Busbahnhof in Fortaleza mit dem Taxi nach Combuco bringen lassen. Meine eigentliche Adresse war leider schon belegt, aber Mario, der Betreiber hat mittlerweile ein zweites Haus bauen lassen, das kurz vor der Fertigstellung steht und dort haben wir ein schönes Zimmer bekommen. Wir durften uns dann auch gleich mal am Frühstücksbuffet stärken, obwohl die Zeit dafür eigentlich schon rum war und man ja sonst am Anreisetag kein Frühstück bekommt. Insgesamt ein sehr gutes Gefühl, so freundlich empfangen zu werden. Haustiere haben wir hier auch, neben zwei großen Hunden einen jungen und eine kleine Katze, die sich aber noch nicht so ganz grün sind :)

Nachdem wir unsere Sachen verstaut und uns frisch gemacht hatten, gingen wir runter zum Strand um die verschiedenen Kiteschulen auf Herz und Nieren zu prüfen. Und davon gibt es hier mindestens 10 Stück. Hängengeblieben sind wir dann bei Cristof im Kitecenter Combuco. Da hier auch deutschsprachig unterrichtet wird landen fast alle Gäste, die ihren Urlaub im Paket buchen, an dieser Station.

Am nächsten Tag ging’s dann gleich morgens in’s Kitecenter um eine Reviereinführung und einen kleinen Theorie-Update-Kurs zu bekommen. Und dann, gegen Mittag, ging’s tatsächlich zum ersten Mal auf’s Wasser. Ich hatte etwas mit dem böigen Wind zu kämpfen, bin aber trotzdem ganz gut auf’s Board gekommen. Eines habe ich jedoch gleich am ersten Tag entschieden: Sollte ich diese Sportart weiterverfolgen, dann nur mit eigenem Material in Zukunft. Man verliert doch immer wieder den ersten Tag, weil man sich erst mal an den neuen Schirm und ein anderes Board gewöhnen muss. Trotzdem macht’s natürlich Spaß, auch wenn Haschi und ich noch viel zu verkrampft an die Sache rangehen.

Am nächsten Tag habe ich dann nur eine kurze Session eingelegt, da diese Woche der Kite-Weltcup in Combuco Station machte und ich mir die Gelegenheit, ein paar Profis aus nächster Nähe bei ihren neuesten Tricks zu beobachten, auf gar keinen Fall entgehen lassen wollte. Haschi wollte lieber seine eigenen Fahrkünste verbessern, so dass Bernd und ich uns auf den langen Weg bis zum anderen Ende des Strands gemacht haben und den "Big Air"-Wettbewerb verfolgt haben. Und es hat sich echt gelohnt! Das ist wirklich beeindruckend, wie die Jungs an ihrem Schirm abgehen und mit welcher spielerischen Leichtigkeit sie ihr Sportgerät beherrschen. Wie wenn es nichts einfacheres auf der Welt gäbe.

Am meinem dritten Kite-Tag wollte ich dann eigentlich mindestens zwei oder drei Stunden auf’s Wasser gehen um endlich mal so richtig einzusteigen, aber das kam dann leider ganz anders. Ich hatte etwas Probleme mit dem Schirm, der nicht ganz ausbalanciert war, also holte ich mir einen von Christofs Kitelehrern, um die Leinen zu trimmen. Das war auch gar kein größeres Problem, aber als mir der Typ den Kite in der Luft übergeben wollte, kam plötzlich eine Böe und er machte einen ziemlichen Satz weg von mir. Ich hatte allerdings die Sicherungsleine schon an meinem Trapez, so dass das ganze zu einer unkontrollierten Kite-Rotation direkt vor uns beiden im vollen Wind geführt hat. Bevor ich groß reagieren konnte wurden wir schon zwei-drei Meter durch den Sand gezogen, ich dummerweise den größten Teil davon auf dem linken Knie. Jetzt hab ich blöderweise eine nässende Schürfwunde am linken Knie und kann ein paar Tage nicht auf’s Wasser. Das ist natürlich insbesondere deswegen echt ätzend, weil wir hier die ganze Zeit super Wind und bestes Wetter haben. Naja, andererseits sollte ich wiederum froh sein, dass nichts ernstes passiert ist. Shit happens!

Heute Nacht musste Bernd übrigens leider wieder nach Hause, also haben wir uns gestern Abend nochmal richtig was gegönnt und sind nach Fortaleza in eine Churrasceria gefahren. Junge, junge, das war mal echt Schlemmen vom Feinsten! All-You-Can-Eat vom Buffet und das Fleisch wird immer frisch vom Grill an den Teller gebracht. Dazu einen feinen chilenischen Riserva und hinterher ‘nen leckeren Grappa. Da tut das Knie gleich nicht mehr so weh :)

Für Bernd war’s glaub ich ein toller Abschluss von 11 schönen Tagen in Brasilien. Hier kann man echt ‘ne schöne Zeit verbringen, auch als Nicht-Kiter. Und das Essen ist eh de luxe. Ich glaube, morgen um diese Zeit ist er schon wieder im kalten Deutschland.

Ich mach mich so langsam mal auf zur Kitestation und schau mal, ob der Haschi schon Höhe läuft ;)

Bis zum nächsten Mal,
Euer Kirschi.

Salvador und Recife

September 22nd, 2008

Hallihallo,

ich hab schon ein ganz schlechtes Gewissen: Ich bin nun schon den vierten Tag in Combuco und habe Euch immer noch nichts von Salvador, meinem Wiedersehen mit Haschi UND meinem Bruder und über unsere Zwischenstation Recife geschrieben. Also muss der Strand heute etwas länger warten (Haschi ist bestimmt schon auf dem Wasser!) und ich schreib Euch mal, was seit Rio alles passiert ist.

Ich bin einen Tag vor den beiden in Salvador angekommen um einen herzlichen Empfang zu bereiten. Meine Überraschung, nicht nur den Haschi, sondern auch meinen Bruder wiederzusehen hätte nicht größer sein können! Ich war gerade dabei, Haschi in den Arm zu nehmen, als es von rechts immer wieder blitzte und dachte mir dabei "wer um alles in der Welt macht hier im Flughafen Bilder von mir und Haschi????".

Tatsächlich brauchte es einen Moment, um die Situation zu erfassen. Bernd hatte sich leise still und heimlich auch Tickets nach Brasilien besorgt und es wusste wohl lange Zeit kaum jemand Bescheid, dass er auch nach Brasilien flog. Ich muss sagen: Hut ab! Nachdem wir uns im Flughafen erstmal mit Bier und Burger für die 90-minütige Busfahrt gestärkt hatten, ging es dann auf nach Salvador in unser Hostel. Netter Laden mit netten Leuten. Und dicht an der Altstadt, so dass wir auch ein wenige die Sehenswürdigkeiten in Augenschein nehmen konnten. Hier ein paar Bilder der historischen Altstadt (ein weiteres Unesco-Weltkulturerbe auf meiner Reise ;):

Unser Hostel Nega MalucaDie Altstadt

Ich habe den beiden dann schnell die Vorzüge der brasilianischen "Kilo-Restaurants", das sind Buffet-Restaurants, in denen nach Gewicht bezahlt wird, näher gebracht und sie konnten sich auch übergangslos an’s brasilianische Bier gewöhnen ;)

Nach zwei Übernachtungen ging’s dann mit dem Bus weiter nach Recife die Küste hoch. Das liegt etwa auf halbem Weg nach Fortaleza und lässt sich mit dem Bus in einer gut 12-stündigen Nachtfahrt relativ bequem erreichen. Wobei die Busse um einiges komfortabler als die deutschen Reisebusse sind. In Recife waren wir dann auch zweieinhalb Tage. Erstmal sind natürlich an den Strand, dann am zweiten Tag nach Olinda, das für seine schöne Altstadt berühmt ist wo wir uns allerdings gegen zahlenmäßig überlegene Touri-Schlepper erwehren mussten, und am dritten Tag waren wir im Brennand-Museum. Das war dann auch ein absolutes Highlight! Der Kerl hat von seinen Eltern und Großeltern eine Ziegelfabrik geerbt und dann in ein Museum für seine Kunst umgewandelt. Echt genial. Vor allem, dass da nicht nur Kunst ausgestellt wird, sondern das gesamte Areal ist ein Kunstwerk. Wow! Abends hatten wir dann wieder einmal Ärger mit einem Taxifahrer, der uns einfach dorthin gefahren hat, wo er wollte, und nicht dahin, wo wir hinwollten. Ich sag’s Euch: Taxifahrer, die Geißel der Menschheit! Aber wir haben unseren Bus nach Fortaleza trotzdem bekommen und waren dann am 19. September in Combuco, wo wir im Combuco-Hostel ein schönes Dreier-Zimmer bezogen haben. Hier noch ein paar Bilder von Recife:

Sodele, ich würd Euch gerne noch ein bisschen mehr schreiben, aber der Wind ist gerade ideal und ich will so schnell wie möglich auf’s Wasser. Sorry :)

Bis zum nächsten mal und Grüße von Haschi und Bernd, Euer Kirschi!

Rio de Janeiro

September 13th, 2008

Hallo zusammen,

die letzte Woche habe ich in Rio de Janeiro verbracht und schreib Euch hier ein paar Zeilen dazu. Das wichtigste vorweg: Ich wurde weder überfallen noch ausgeraubt. Es ist allerdings schon so, dass man nicht zu naiv auf die Straße gehen sollte. Ich habe in den 6 Tagen dort z. B. nie eine Armbanduhr dabeigehabt und bin auch oft ohne Kamera losgegangen, was natürlich etwas schade ist, weil ich deswegen einige Sehenswürdigkeiten nur gesehen habe. Und in Rio gibt es wirklich eine Menge zu sehen.

Ich denke, mit dem Zuckerhut, der Christus-Statue, den Stränden von Copacabana und Ipanema sowie dem Stadtteil Santa Theresa habe ich zumindest einige der wichtigsten Highlights mitgenommen. Museen habe ich dieses mal etwas ausgeklammert, mir war irgendwie nicht so nach Museumsbesuch, obwohl ich zwei Tage Nieselregen hatte. Wirklich ganz fantastisch sind in Brasilien die Buffet-Restaurants, in denen man das Essen nach Kilo abgerechnet bekommt. Sehr lecker und von der Auswahl und der Qualität des Essens ganz hervorragend. Meistens gibt es das Buffet leider nur mittags und ich hatte dummerweise kein einziges mal eine Kamera dabei, so dass Ihr mir einfach glauben müsst :)

Aber ein paar Bilder habe ich trotzdem für Euch:

Meine dritte Christus-Statue :)Die alte Straßenbahn nach Santa TeresaDer Zuckerhut, von Corcovado aus gesehen.

Der Strand in IpanemaDie Copacaban, vom Zuckerhut aus gesehen

Die Innenstadt mit der KathedraleDie Kathedrale, als Spiegelung in der Entwicklungsbank

Gestern bin ich dann nach Salvador de Bahia geflogen und werde heute den Haschi treffen. Morgen wollen wir dann weiter in den Norden, um in Combuco in der Nähe von Fortaleza dann zwei Wochen zu kiten. Der Wind dort oben soll so zuverlässig wie ein schweizer Uhrwerk sein :)

Sodele, jetzt muss ich mich so langsam auf den Weg machen um den Haschi vom Flughafen abzuholen.

Dann macht’s mal gut und bis bald,

Euer Kirschi

Santa Cruz de la Sierra

September 3rd, 2008

Hallihallo,

ich bin mittlerweile schon den 6. oder 7. Tag (allerdings unterbrochen durch 3 Tage in Samaipata) in einem der coolsten Hostels in ganz Bolivien, dem Hostel Jodanga. Hier gibt’s vor allem nette Leute, wie Bob aus England, Insa aus Hannover oder Gustavo aus Bolivien, die alle mehrere Wochen in dem Hostel sind, sich auskennen vor Ort und immer gute Ideen haben, was man mit seiner Zeit in Santa Cruz anfangen kann. So war ich dann auch, kaum dass ich aus Samaipata zurückgekehrt bin, am nächsten Tag schon auf einem Tagestripp in den Amboro-Nationalpark. Wir sind mit den Jeeps in den Park gefahren und dann einem kleineren Flusslauf gefolgt und haben uns dann an zwei Wasserfällen jeweils über 40 Meter abseilen lassen. Spektakulär! Vor allem, wenn man zum allerersten Mal rückwärts auf die Kante zugeht und sich dann in den Gurt legen muss kann einem ganz schön mulmig werden. Wenn man dann mal im Seil hängt geht’s dann auch schon wieder.

Olga, Johannes, Insa, unser Guide Marcelo, Marvi, Gustavo und ichDie Damen unter sichUnd so sieht es dann von unten aus, wenn man am Seil hängt

Ich am SeilGlücklich unten angekommen

Insa vor dem ÜberhangUnd ebenfalls glücklich unten angekommen

Jedenfalls war es echt unglaublich schön und auch die Gruppe war klasse, alle 6 Leute waren aus dem Hostel. Im Prinzip waren an dem Tag 2/3 des Hostels auf dem selben Daytrip. Witzigerweise ist es übrigens nach meiner Erfahrung meistens cooler, wenn gar nicht so viele Leute in einem Hostel sind. Wenn weniger los ist, lernt man sich viel schneller kennen und macht viel mehr miteinander, als wenn die Hütte proppenvoll ist. Achja, und dann hab ich hier auch noch Christina wiedergetroffen, die ich in Cusco schon kennengelernt hatte und die mit mir und Marie die Ruinen dort angeschaut hatte. Die Welt ist doch klein.

Am Tag darauf bin ich dann mit Bob und Christina in den Parque Guembo gefahren um mich von den Anstrengungen der Tour zu erholen :) Der Park selbst ist eine Mischung aus Naturreservat und Erholungspark. Es gibt dort eine Schmetterlingsfarm, ein Riesen-Gehege mit Papageien, Pfauen, Affen und Faultieren. Dazu kommen ein paar Pools, einen See zum Kajakfahren, Restaurants, Bars und alles, was man eben sonst noch so von einer derartigen Anlage erwarten würde. Zum Beachvolleyball-Spielen waren dann aber leider nicht genügend Leute da. Schade.

Jetzt habe ich noch zwei Tage in Santa Cruz, bevor es dann am Samstag in aller Frühe (5 Uhr!) nach Rio de Janeiro geht.

Bis zum nächsten Mal dann aus Brasilien,

Euer Kirschi

Samaipata

August 30th, 2008

Hallihallo,

ich bin gerade aus Samaipata zurückgekommen. Das liegt etwa 2,5 Stunden von Santa Cruz entfernt in den Bergen an der alten Straße nach Cochabamba und wurde mir von Bob hier im Hostel empfohlen. Unter anderem gibt es dort einige Deutsche und auch drei deutsche Restaurants, von denen aber nur eines offen hatte. Außerdem kann man einige schöne Ausflüge unternehmen, ich war an einer alten Inka-Stätte namens El Fuerte, an drei Wasserfällen namens El Cueve und in einer Tierpflegestation. Außerdem hab ich zwei Bücher gelesen und zwei nette Abende mit Moni und Holger aus Überlingen in Ihrer Gaststätte "Landhaus" verbracht. Insgesamt ein sehr netter Abend mit sehr netten Bekanntschaften, so auch Evita aus Peru, mit der ich den ersten Tag unterwegs war. Und es tat wirklich gut, mal wieder Maultaschen und andere schwäbische Spezialitäten zu essen.

Evita und ich im Parke El AeronautaNettes Städtchen, oder?Alte Inka-Stätte El Fuerte

Die Wasserfälle von El CueveListiger Kerl mit Hang zur KleptomaniePapagei in  der Pflegestation

Morgen machen wir dann vom Hostel aus einen Ausflug in die Nähe des Amboro-Nationalparks. Auf dem Programm stehen Abseilen am Wasserfall, Wandern entlang des Flusses und etwas Klettern. Ich bin schon ganz gespannt. Aber vorher kocht Bob noch Hähnchen-Curry und heute Abend gibt es dann noch ein Blues-Konzert. Bolivien hat also doch auch ganz angenehme Seiten :)

Bis bald,

Euer Kirschi.

Telefon

August 26th, 2008

Hallihallo,

nachdem ich gerade in Santa Cruz ein Hostel mit allen Annehmlichkeiten wie WiFi usw. habe und gerade alles mal ein bisschen easy angehe habe ich die Zeit genutzt und meinen Skype-Account gepimpt:

Ab sofort könnt Ihr mich oder meinen Anrufbeantworter unter der Telefonnummer

 

                                        07141 / 1338477

 

erreichen. Schöne neue Welt ;)

 

Na dann bis bald am Telefon,

Euer Kirschi.

 

Cochabamba

August 22nd, 2008

Hola zusammen,

ich bin mittlerweile schon das zweite Mal in Cochabamba. Nicht, weil es mir hier so gut gefällt, obwohl das Klima hier sehr angenehm ist, sondern weil ich’s beim ersten Mal nicht nach Santa Cruz geschafft hab. Aber der Reihe nach: Nachdem ich ab der zweiten Nacht ein besseres Zimmer mit eigenem Bad und 120 Fernsehprogrammen bekommen konnte, aber immer noch Probleme mit der Verdauung hatte, wollte ich mich erstmal erholen.

Nach zwei ruhigen Tagen, an denen ich mehr ferngesehen als was anderes gemacht habe, wollte ich mich dann auf den Weg nach Santa Cruz de la Sierra machen. Das ist nach La Paz die zweitgrößte Stadt des Landes und mein Ausgangspunkt nach Brasilien.

Aber: Ich hatte meine Rechnung ohne die streikwillige Bevölkerung gemacht. Bolivien liegt im Dauerstreit zwischen den Konservativen, die das Gebiet nach Brasilien hin beherrschen und den Sozialisten um Präsident Evo Morales, der La Paz und die Gebiete näher an Peru im Griff hat. Also grob vereinfacht halt. Und am 10. August fand ein Referendum statt, das eher zu Gunsten des Präsidenten ausfiel. Also dachten sich die Konservativen "Gut, dann seht mal zu, wie weit ihr ohne uns kommt!" und sperrten einfach mal so alle Straßen von und nach Santa Cruz ab. Naja, so viele sind das ohnehin nicht, da Bolivien eines der schlechtesten Straßennetze in ganz Südamerika hat, aber dummerweise wollte ich eine davon mit dem Bus befahren. Die Nueva Carretera, also die neue Autobahn, von Cochabamba nach Santa Cruz.

Die Managerin meines Hostels hier gab mir dann den Tipp, doch erstmal nach Tunari zu fahren. Auch der Lonely Planet schreibt, es sei ein "Tierschutzgebiet und lauschiger Ort, um sich von der Kälte des Altiplano zu erholen". Außerdem liegt es auf dem Weg nach Santa Cruz und man hat dort bereits ein Drittel des Weges hinter sich. Also nichts wie hin, dachte ich mir und machte mich auf an die Straßenecke, von der ca. stündlich Busse in diese Richtung starten sollten. Gegen 14 Uhr war ich dort und hatte auch ruckzuck ein Ticket für einen lokalen Bus nach Tunari in der Hand. Der Bus sollte um 14:30 losfahren. Um 15 Uhr wurde mir dann vorgeschlagen, doch mein Ticket zurückzugeben, weil ein anderer Bus früher fahren sollte. Gesagt getan, um 16 Uhr saß ich dann in dem anderen Bus und um 17:15 Uhr fuhr der dann auch schon los. Knie zwischen den Ohren und um mich rum nur Quecha-sprechende Indigene. Die sogenannte Autobahn war dann auch sehr holprig und nicht durchgehend asphaltiert, aber um 22 Uhr war ich dann in Tunari - irgendwo im nirgendwo.

Der "lauschige Ort" entpuppte sich als Aneinanderreihung von Wellblech-Kiosken an der Carretera. Nach ein paar Minuten hatte ich dann hinter den Wellblech-Kiosken tatsächlich ein akzeptables Quartier aufgetan. Mit Abendessen war dann aber leider nichts mehr um die Zeit. Am nächsten Morgen hab ich dann mal die Lage sondiert: Frühstück war möglich. Transportweg nach Santa Cruz dagegen leider nicht. In dem Ort selbst war auch nichts los. Schöne Scheiße! Für den Weg zurück nach Cochabamba hab ich dann ein Sammeltaxi genommen. Da ich keinen Bock hatte, nochmal ein paar Stunden zu warten, hab ich einfach 4 Plätze gekauft und insgesamt 12 Euro bezahlt. Für 3 Stunden Taxifahren gar nicht schlecht. Die Rückfahrt war dann tagsüber, so dass ich die vielen Kreuze und die zwei liegengebliebenen Busse sowie einen frisch den Graben gefahreren LKW sehen konnte. Außerdem war die Fahrweise meines und der anderen Fahrer teilweise haarsträubend. Gegen 14 Uhr war ich dann wieder in meinem Hostal in Cochabamba. Same Shit, different Day!

Naja, wenigstens gibt´s hier einen Burger-King und andere Annehmlichkeiten, und bei 25 Grad und 20 % Luftfeuchtigkeit kann man´s ganz gut aushalten.

Heute Nachmittag habe ich mich dann mal zwei Stunden in’s Internet geklemmt und meine Optionen ausgelotet. Die Reiseleitung hat folgendes beschlossen: Ich hab für übermorgen einen Flug nach Santa Cruz gebucht. Kostenpunkt 50 Euro. Dort bleibe ich erstmal eine gute Woche, dann flieg ich mit Gol für rund 160 Euro direkt nach Rio de Janeiro. Ist billiger, als nur nach Campo Grande zu fliegen. Witzigerweiße nehme ich den selben Flieger und habe dort sogar eine Zwischenlandung, bevor ich dann in Sao Paolo umsteige. Ist irgendwie pervers, aber mir eigentlich scheißegal. Hauptsache, ich muss nicht mehr tagelang Busfahren.

Morgen besuche ich noch die hiesige Christus-Statue die über der Stadt thront, vielleicht gehe ich auch mal wieder in´s Kino. Hier läuft gerade Clone-Wars im Kino. Ihr hört dann wieder von mir aus Santa Cruz.

Bis zum nächsten Mal, Euer Kirschi.

Jetzt mal ehrlich (La Paz)

August 17th, 2008

Hallo zusammen.

Also ich hab gerade eigentlich gar keine Lust mehr auf Rucksackreisen. Ich wuerde mich am liebsten in den naechsten Flieger setzen und nach Hause fliegen. Ich kam vor 4 Tagen in La Paz an und konnte auf Anhieb das Hostal finden, das mir Julian, mein Internet-Date, per Mail genannt hatte. Als erstes besorgte ich mir mal wieder Geld, da ich in Copacabana ja quasi mit den letzten Reserven gelebt hatte. Auf der Suche nach dem Geldautomat hatte ich folgenden Eindruck: La Paz hat ein enormes Verkehrsproblem. Die Stadt ist umgeben von Bergen und nahezu alle Strassen steigen relativ heftig an. Die alten Busse und LKWs, aber auch die Autos verursachen einen sehr unangenehmen Abgasnebel wenn sie sich beschwerlich die schmalen, steilen gassen hinaufquaelen. Da das Atmen auf 4000 Metern Hoehe eh schon schwer faellt kann einem das ganz schoen die Laune verderben.

Naja, auf dem Rueckweg vom Geldautomat bin ich dann in ein Touri-Café und hab mir ein Baguette-Sandwich genehmigt. Da waren dann auch zwei Scheiben Salat und ein paar Tomaten und Zwiebeln drauf. Ich dachte mir aber nichts weiter dabei, da ich seit Mexico keine Verdauungsprobleme mehr hatte. Jedenfalls wollte ich abends dann noch schnell das Busticket nach Rurre in der Naehe des Madidi-Naturreservats buchen. Mir hatte zwar vorher ein Hollaender verraten, dass es die schlimmste Fahrt seines Lebens gewesen sei und er deshalb zurueck das Flugzeug genommen gehaette, aber was soll´s, man braucht ja auch etwas zu erzaehlen.

Ich war allerdings etwas zu spaet dran, und so sollte ich am naechsten Morgen gegen 7:30 wieder in das Reisebuero im Hostel gehen um dann das Ticket klarzumachen. Um diese Zeit war ich allerdings schon zum dritten Mal auf dem stillen Oertchen, so dass ich an dem 16 - 18 Stunden-Trip, der 3 Stunden spaeter starten sollte, nicht mehr interessiert war. Ich hatte mich allerdings gedanklich mit dem Dschungel-Trip bereits angefreundet, also buchte ich mir eine Stunde spaeter einen Flug fuer den naechsten Nachmittag. Ansonsten hatte ich mir noch Bananen und trockenes Brot besorgt, um meine Verdauung wieder einzurenken.

Am naechsten Tag bin ich dann mit Enoku, einer Japanerin, die ich seit Copacabana im Schlepptau hatte, auf den Militaerflughafen, weil wir den Dschungeltrip mit TAM, der bolivianischen Militaerfluggesellschaft gebucht hatten. Ungefaehr eine Stunde vor dem geplanten Abflug, der mir morgens um 10 Uhr noch bestaetigt wurde, kam dann ploetzlich Unruhe auf, und kurze Zeit spaeter wussten auch wir Touris, dass der Flug abgesagt wurde. Nach 90 Minuten Diskussion und hin und her war uns das dann zu bloed und wir haben uns in der Stadt beim Buero von TAM das Geld rueckerstatten lassen. Dummerweise war fuer den naechsten Tag kein Flug mit einer anderen Gesellschaft mehr zu kriegen, so dass ich mir halt ein Busticket nach Cochabamba geholt habe. Das liegt ungefaehr 7 Stunden weiter oestlich als La Paz mitten in Bolivien. Was mich neben der Lage (es liegt immerhin auf direktem Weg nach Brasilien) dazu bewogen hat, als naechstes dorthin zu gehen, war auch die Tatsache, dass es rund 2000 Meter niedriger als La Paz liegt, somit die Luft nicht so duenn ist und ausserdem das Klima sehr angenehm sein soll.

Die Fahrt verlief relativ ereignislos und so kam ich gestern gegen 18 Uhr also in Cochabamba an. Was ich nicht wusste: Dieses Wochenende ist hier ein regionales Grossereignis in einem Dorf 13 Kilometer oestlich von Cochabamba, so dass es recht schwierig war, ueberhaupt ein Quartier zu bekommen. Nach einer halben Stunde hatte ich dann ein Bett in einer drittklassigen Herberge, recht guenstig, aber ohne eigenes Bad und WC. Naja, was soll´s, dachte ich mir, ist ja wie sonst im Hostel auch meistens. Da mein Magen sich nach 2 Tagen Bananen und trockenem Brot wieder beruhigt hatte, wollte ich mir mal was goennen und hab mir ein argentinisches Rindersteak und zwei kleine Pils genehmigt. Was sich letzte Nacht leider bitter raechen sollte. Ich habe die halbe Nacht auf dem Klo verbracht und hatte teilweise das Gefuehl, gleich zu explodieren. Naja, irgendwann ist auch die schlimmste Nacht vorbei, und mit einem einzelnen Marmeladebroetchen mit Kamillentee als Fruehstueck ist mein Magen heute vormittag ganz gut zurechtgekommen. Ausserdem konnte ich mir fuer die naechste Nacht ein Zimmer mit eigenem Bad sichern, was bei Verdauungsproblemen wesentlich angenehmer ist als ein Gemeinschafts-WC unter der Treppe am anderen Ende des Innenhofs.

Nachher werde ich mir noch mein Ticket nach Santa Cruz de la Sierra besorgen. Das wird voraussichtlich schon meine letzte Station in Bolivien werden. Vielleicht schaue ich mir dort noch ein Naturreservat an oder mach sonstwas. Den Salar de Uyuni habe ich jedenfalls schon von meiner Route gestrichen. Das ist mir gerade echt zu anstrengend. Irgendwie ist es mir auch mehr oder weniger egal, was ich sehe, und was nicht. Mit der Zeit stellt sich einfach ein gewisser Saettigungsfaktor ein.

So, jetzt wisst Ihr´s. Eine Weltreise ist auch nicht immer so toll, wie man sich das manchmal vorstellt. Aber macht Euch mal keine allzu grossen Sorgen um mich. Die naechsten 4 Wochen werd ich den Ball eher flach halten, und dann bin ich mit Haschi erstmal Kitesurfen in Combuco (Nordbrasilien).

Bis zum naechsten Mal,

Euer Kirschi.

Titicacasee

August 14th, 2008

Huhu,

ich war die letzten Tage am Titicacasee, einem der hoechstgelegenen Seen der Welt. Ich fasse mich diesmal etwas kuerzer, weil ich den Compi vom Hostel benutzen muss und das voll schwierig ist. Die Tastatur ist so abgegriffen, dass man die meisten Tasten nicht mehr erkennen kann. Also die ersten beiden Tage war ich in Puno auf der peruanischen Seite, von wo aus ich die schwimmenden Inseln besucht habe, was mir einen fiesen Sonnenbrand einbrachte. Naja, 3800 Meter Hoehe, die Reflektion der Wasseroberflaeche und dann keine Sonnencreme war auch eine unguenstige Kombination. Die Inseln selbst waren ziemlich interessant. Die schwimmen tatsaechlich, und damit sie nicht nach Bolivien abtreiben sind sie mit dicken Tauen verankert.

Da wird erklaert, wie das ganze funktioniert

Von Puno aus bin ich dann in einem vollbesetzten Collectivo an die Grenze gefahren (Immerhin fast 3 Stunden mit den Ohren zwischen den Knien) und zu Fuss ueber die Grenze. Dann auf der anderen Seite wieder in ein Collectivo und nach insgesamt 4 Stunden war ich in Copacabana auf der bolivianischen Seite des Titicacasees.

Ich hab dann auch fuer rund 6 Euro die Nacht ein nettes Hotelzimmer mit Fruehstueck bekommen und mir noch ein bisschen die Stadt angeschaut. Am naechsten Tag gingen dann die Probleme los: Die Boote zur Isla del Sol gehen nur um 8:30 und um 13:30 Uhr. Natuerlich habe ich das Boot um 8:30 Uhr verschlafen. Mein Alternativprogramm war eine kurze, aber anstrengende Wanderung zur heiligen Jungfrau von Copacabana. Echt kurios: Da darf man sich was wuenschen, und um es zu erhalten, muss man es als Miniatuar in einen Altar stecken. Jeden Abend werden die ganzen Plastikdinger dann verbrannt. Leider war keine Jessica Alba-Puppe zu kaufen, sonst haette ich mich auch angestellt ;)

Nach dem Abstieg habe ich dann versucht, etwas bolivianisches Geld aufzutreiben, was sich als echte Herausforderung erwies: Kein Geldautomat im Ort, ausserdem wurden aufgrund des Euro-Absturzes diese Woche meine Euro-Reiseschecks verschmaeht und den einzigen Dollar-Reisescheck hatte ich dummerweise eine Zeile weiter oben unterschrieben. Ich haette vorher ueben sollen. Also habe ich alle Bargeld-Restbestaende zusammengekratzt (inklusive einer 5-Pfund-Note, die ich seit London-Heathrow bei mir hatte) und zu einem erbaermlichen Kurs in Bolivianos eingetauscht. Irgendwie muss man ja ueber die Runden kommen. Um 13:30 hab ich dann das Schiff genommen und bin zur Isla del Sol ruebergefahren. Leider hatte ich dort nur eine Stunde Aufenthalt bevor es wieder zurueck ging. Man kann nicht immer Glueck haben. Der Ausblick war trotzdem fantastisch.

Inzwischen bin ich im Hostel in La Paz. Morgen fahre ich nach Rurrenbarque und dann geht´s in den Urwald. Mal sehen, wie´s da so wird.

Melde mich dann wieder.

Euer Kirschi.

Cusco (und Macchu Picchu)

August 11th, 2008

Hola Amigos,

mein Aufenthalt in Peru neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu - also höchste Zeit für ein Update. Heute vor einer Woche hatte ich mir eine weitere Nachtfahrt im Bus, in diesem Fall von Arequipa nach Cusco vorgenommen. Ich hatte mir mal eine andere Busgesellschaft rausgesucht, weil Cruz del Sur, die bekannteste peruanische Busgesellschaft, immer schnell ausgebucht und vor allem die teuerste Option nach dem Flugzeug ist. Meine Wahl fiel auf Carhumayoc. Die Busse sehen recht neu aus und ich konnte mir einen einzelnen Schlafsitz ergattern. Also kein störender Ellbogen des Nachbarn.

Frohen Mutes stieg ich denn in den Bus und alles schien prima. Sitz bequem, Film nicht schlecht (The Day after Tomorrow) und zu kalt war’s auch nicht. Ich war gerade ein knappes Stündchen eingeschlafen, da wurde ich durch ein seltsam heftiges Hustgeräusch zu meiner linken wieder aufgeweckt. Dort saßen die beiden Töchter einer französischen Familie, und die ältere von beiden fing dann auch prompt an, den Gang vollzukotzen. Um’s kurz zu machen: Das ging so ca. im Stundenrhytmus weiter bis Cusco, wobei es sich immer mehr zu einem trockenem Würgen entwickelte. Sehr unangenehme Geschichte, für alle Beteiligten. Aber auch diese Busfahrt ging zu Ende, und gegen 7 Uhr erreichte ich ziemlich übernächtigt mein Hostel in Cusco.

Da ich mein Bett noch nicht in Beschlag nehmen konnte machte ich mich erstmal auf die Suche nach einer Gelegenheit, gemütlich zu frühstücken. Schon nach ein paar Minuten wurde mir allerdings klar, welche Nebenwirkungen es mit sich bringt, die sogenannte "Kulturelle Hauptstadt" Südamerikas zu sein: Alle paar Meter wollen sie einem dort abwechselnd die Schuhe putzen, eine Massage verpassen, Postkarten oder Bilder verkaufen oder einen einfach nur irgendwo anders hinfahren. Furchtbar. Die "Hello my Friend where are you from"-Quote liegt auf einem Level mit Havana. Zwar sind die Leute nicht ganz so penetrant wie in Ägypten, aber wenn man bedenkt, wie zurückhaltend die Peruaner sonst eigentlich sind, ist Cusco schon wirklich unangenehm.

Nicht dass die Stadt nicht ihre Reize hätte. Es gibt einen ganzen Haufen wirklich schöner kolonialer Baudenkmäler, außerdem liegen im näheren Umkreis ein ganzes Dutzend herausragender Inka-Ruinen und das ist noch nicht alles. Doch genau dort liegt vermutlich auch das Problem: Wahrscheinlich jeder Peru-Urlauber verbringt wenigstens ein paar Tage in Cusco. Vor der Entdeckung Macchu Picchus war Cusco ein verschlafenes Nest. Heute gibt es dort ein paar hundert Reiseagenturen. Der Touristenandrang erreicht Ausmaße, die ich bisher nur in Chichen Itza in Mexiko erlebt habe. Aber eigentlich darf ich mich gar nicht beschweren, ich bin ja schließlich auch dorthin gefahren. Wie sollte ich zu Hause erklären, dass ich zwar in Peru war, Macchu Picchu aber nicht besucht habe? Und das bei 4 Monaten Zeit in Südamerika. Das glaubt einem doch kein Mensch!

Von Sacsayhuaman aus gesehen, neben mir stehen Christine und MarieBlick auf die Plaza de Armas

Und ich muss zugeben: Bei allem Touristenandrang sind das heilige Tal, Macchu Picchu und die Inka-Ruinen Sacsayhuaman, Tambomachay und co schon absolut sehenswert. Natürlich haben wir gerade auch die absolute Hochsaison, was für mich bedeutete, Macchu Picchu mit einer Gruppe von 40(!) Personen, die sich alle um einen Guide rangelten, zu besuchen. Es war auch ein wirklich teures Erlebnis. Ich habe eine zweitägige Tour (Heiliges Tal + Macchu Picchu) für 195 $ gebucht. Und die war dann auch alles andere als gut organisiert bzw. es gab halt auch ein paar unangenehme, unvorhergesehene Ereignisse (der Zug nach Aguas Calientes hatte über eine Stunde Verspätung, mein Rückfahrtticket wurde erst in’s falsche Hotel gebracht, ich hatte kein Frühstück vor dem Besuch Macchu Picchus, was mich zum Besuch des völlig überteuerten Cafes in der Nähe des Eingangs veranlasste, wo ich mal kurz 10 Euro für ein Brötchen und eine Cola los wurde) aber immerhin: Ich hab’s gesehen! Beeindruckend war natürlich auch die Schlange vor den Shuttlebussen nach Macchu Picchu morgens um 5 und dann die Schlange vor dem Eingang kurz vor 6.

Somewhere over the Rainbow...

Zum Glück sind nicht alle Ruinen so überlaufen. Die zweitägige Wartezeit auf meine Macchu Picchu-Tour habe ich mir unter anderem durch den Besuch der 4 Inkastätten rund um Cusco verkürzt. Dabei hatte ich mit Christine aus London und Marie aus Leipzig sehr angenehme Gesellschaft. Insbesondere Saksayhuaman ist wirklich beeindruckend. Kaum zu glauben, und auch bis heute noch nicht geklärt, wie die Inkas damals diese tonnenschweren Steine passgenau bearbeiten konnten (es wurde keinerlei Mörtel verwendet, die Steine mussten einfach milimetergenau ineinanderpassen) und vor allem, wie sie sie transportieren und aufeinander hieven konnten.

Ganz schön groß, oder?

Den anderen Tag habe ich mir dann die Museen und die Innenstadt Cuscos angeschaut. Und gestern ging’s dann schließlich mit dem Bus von Cusco nach Puno am Titicacasee. Der Bus entpuppte sich dann leider nicht als moderner Direktbus ohne Zwischenstopp wie ursprünglich angekündigt, sondern als altersschwaches Modell, das ungefähr 15 Zwischenstopps einlegte. Da bin ich mal wieder geleimt worden. Ich hatte nämlich extra 10 Soles (ca. 2 Euro) mehr bezahlt, um einen Direktbus zu haben. Naja, Shit happens…

P.S.: Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass es hier nachts wirklich schweinekalt wird? Also mit schweinekalt meine ich deutlich unter 10 Grad! Endlich weiß ich, wofür ich die ganzen Klamotten 4 Monate durch die Karibik geschleppt habe ;)

Bis zum nächsten Mal, dann aus Bolivien.

Euer Kirschi.