Hallihallo,
also während ich so lange unterwegs war haben mir ja immer wieder Leute aus aller Herren Länder vorgeschwärmt, wie “amazing” Berlin sei. Ich konnte dann immer nur sagen “It’s top on my list when I get back to Germany.”
Nun ja, irgendwann war ich ja dann wieder in good old Germany, musste mich dann aber erstmal um einen Job und danach um eine Wohnung kümmern. Ich bin dann übrigens in München gelandet, also wenn jemand mal zufällig hier durchkommt: Einfach durchklingeln, dann können wir gerne ein Weißbier zusammen trinken
Aber das ist ein anderes Thema…
Ich konnte dann aber doch nicht gleich nach Berlin, mir sind vorher noch zwei Hochzeiten und die dazugehörigen Junggesellenausstände dazwischen gekommen. Beim zweiten sind wir mit einem Tchibo-Ticket nach Hamburg gefahren und haben glatt vergessen, eine der insgesamt 18 Fahrten in die drei Tickets einzutragen. Als ich das dann geschnallt hab dachte ich mir: “Ok, die Hinfahrt nach Berlin ist ja schonmal geritzt.” Letztendlich ist das dann die Rückfahrt geworden, weil ich für ‘nen Zwanni den Hinflug am Mittwoch Abend mit Germanwings buchen konnte. Tja, das war genau vor einer Woche.
Mittwoch abends bin ich dann nur noch in’s Hostel und hab dort noch ‘nen Absacker zu mir genommen. Donnerstag bin ich dann aber gleich bei der “Free Berlin-Tour” mitgelatscht. Die läuft täglich um 11 Uhr am Brandernburger Tor los und ist aus meiner Sicht sehr zu empfehlen. Wir waren 3,5 Stunden zu Fuß durch Berlins Innenstadt unterwegs und dabei kommt am an einem ganzen Haufen Sehenswürdigkeiten wie z. B. dem Brandenburger Tor, dem Regierungsviertel, der Holocaust-Gedenkstätte, dem Gendarmenviertel, dem Checkpoint-Charlie, einem Stück der Mauer, usw. vorbei. Mein Guide war dabei sogar ein waschechter Berliner und konnte auf alle Fragen erschöpfende Antworten geben. Super Wetter hatte ich dann auch noch, so dass ich tolle Fotos machen konnte:
Abends bin ich dann zum Regierungsviertel zurück um die tolle Abenstimmung vom Dach des Reichstags aus einzufangen:
Am Freitag war dann das Wetter erheblich schlechter. Also der ideale Tag, um ein paar Gebäude vonn innen zu besichtigen
Angefangen hab ich mit dem Pergamon-Museum, vor dem ich dann auch gleich eine knappe Stunde anstehen musste. Wahrscheinlich war ich dann deswegen auch nicht so restlos begeistert vom Inhalt des Museums, vielleicht lag das aber auch dem dem Griechenland-Urlaub und dem bei dieser Gelegenheit durchgeführten Besuch der Akropolis in Athen. Irgendwie hat mich das Museum am Checkpoint-Charlie, das ich dann am Nachmittag besucht habe, mehr gefesselt. Nach diesem Museum haben mir dann aber allmählich die Füße weh, so dass ich beim Rückweg zum Hostel über den Potsdamer Platz mich spontan für einen Kinobesuch entschieden habe und dann Inglorius Basterds im Cinemaxx angeschaut hab. Cooler Film! Und welch Wohltat, zwei Stunden in einem bequemen Kinosessel zu sitzen
Samstags bin ich dann erstmal zum Ostbahnhof gefahren um von dort aus die Mauerkunst im Kunstpark Ost anzuschauen. Lustig sind dabei auch die kleinen Ampelmännchen, die einem ständig begegnen. Von da aus war mein nächstes Ziel der Stadtteil Friedrichshain, der mir als Kneipen-Viertel mit unterschiedlichster, sehr bezahlbarer Küche empfohlen wurde. Da hab ich dann auch lecker Mittag gegessen und bin danach noch ein bisschen durch’s Viertel geschlendert. Irgendwann hab ich dann deutlich stampfende Musik vernommen und bin der Schallquelle entgegen gelaufen. Da standen dann lauter kleinere LKWs und gemietete Transporter mit Stromaggregaten und fetten Boxen drauf: Die Fuckparade! Das ist so eine Art Mini-Loveparade als Protestveranstaltung. Ein Haufen Leute standen da rum, das Wetter war genial und die Stimmung gut. Dann bin ich einfach mal spontan mitgelaufen. Die Route ging durch Friedrichshain, am Ostbahnhof vorbei und dann durch Kreuzberg. Lustige Sache war das, sogar Christian Ströbele, der einzige Grünen-Abgeordnete im Bundestag mit Direktmandat, war mit von der Partie. Cool. Da ich unterwegs Durst bekommen hab und wir an zahlreichen Bier-Einkaufsmöglichkeiten vorbeikamen, bin ich nach Ende des Umzugs nur noch zu einem der besten Berliner Dönerbuden und hab’s dann gut sein lassen….
Tja, so schnell kann man 4 Tage in Berlin rumbringen. Also falls jemand von Euch da demnächst hinfährt und noch eine Begleitung sucht: Ich wär dabei
Viele Grüße,
Euer Kirschi











































































































